

Das Kinderheim Home of Joy gehört zu dem philippinischen christlichen Missionswerk
Christian Growth Ministries, das 1962 von Filipinos gegründet wurde.
Das Kinderheim Home of Joy wurde 1977 gestartet mit dem Ziel verlassenen,
weggeschickten,
vernachlässigten und verwaisten Kindern eine vorübergehende Heimat zu geben.
Die Kinder kommen alle aus der Großstadt Manila, die mit ihren ca. 13-15 Millionen
Einwohnern viele Armengebiete, genannt Slums oder Squatters, hat.
Strassenkinder und
auf der Strasse wohnende Familien gehören, wenn man nicht gerade nur im Geschäftsviertel
oder Touristenviertel unterwegs ist, zum Stadtbild.

Nicht selten kommt es vor, dass eine Frau ein Kind zur Welt bringt und aus lauter
Verzweiflung ihr Kind im Krankenhaus zurücklässt. Es gibt auch viele Findelkinder
auf der Strasse oder Kinder, die von den Eltern abgegeben werden, da sie ihnen kein
Zuhause geben können.
Das Motto von index of Joy ist: Jedes Kind gehört in eine Familie und so setzen die
Mitarbeiter alles daran, sofern es möglich ist, Adoptiveltern für die Kinder zu finden.
Zur Zeit sind 34 Kinder im Kinderheim Home of Joy und 8 Kinder bei Pflegeeltern
untergebracht.

Die kleineren Kinder im Alter von 2 Monaten bis 13 Jahre leben in kleinen Wohngruppen
von 6 - 8 Kindern mit ihren Hausmüttern zusammen. Die 7 größeren Kinder (13 - 18 Jahre)
für die keine Adoption mehr möglich ist, leben mit ihren Geschwistern zusammen in 2
kleinen Wohngruppen. Ziel für die größeren Kinder ist, dass sie selbstständig werden
und sobald sie die Ausbildung abgeschlossen haben, außerhalb vom Heim auf eigenen Füssen
stehen können.
Da sind zum Beispiel Jobert, Junjun, Jessica und Angelica Donasales. Nach der Trennung
der Eltern arbeitete die Mutter teilzeit als Waschfrau. Sie lebten in einem Armengebiet,
das für seine Prostitution bekannt war.
Die 4 Kinder arbeiteten als Müllsammler und
Bettler und erhielten Mahlzeiten bei der Essensausteilung einer Baptistengemeinde.
1995 wurden die Kinder zum Home of Joy gebracht. Den Kindern war es zuvor nicht
möglich, die Schule oder einen Kindergarten zu besuchen.

Im Home of Joy bekamen sie eine neue
Heimat. Anstatt zu betteln bekamen sie 3 warme Mahlzeiten am Tag. Sie wurden eingeschult
und erlebten, dass jemand für sie sorgt.
Heute ist Jobert 20 Jahre alt und arbeitet und
wohnt ausserhalb. Junjun ist 18 Jahre alt und ist im 1. Jahr seiner Ausbildung als
Computertechniker. Jessica ist 16 Jahre alt und im 3. Jahr Highschool und Angelica
ist 14 Jahre alt und im 1. Jahr Highschool (= 7. Klasse). Die vier sind dankbar, dass
sie im Kinderheim aufwachsen durften und alles bekommen, was sie zum Leben brauchen.
Junjun sagte: "Als wir zum index of Joy gebracht wurden, änderte sich unser Leben. Die
Mitarbeiter brachten uns gute Manieren bei und lehrten uns Gottes Wort. So habe ich
Gott mehr und mehr kennen gelernt und Jesus Christus als Herrn und Heiland angenommen.
Gott ist wirklich so gut zu uns. Er brachte uns an einen Platz, wo viele Menschen sind,
die uns lieben und für uns sorgen. Alle unsere Bedürfnisse werden gestillt."

Mit einer Spende konnte das zweite Ausbildungsjahr von Junjun und die Ausbildung von
Richard (17 Jahre) finanziert werden. Die Beiden freuen sich riesig, dass ihr nächstes
Ausbildungsjahr gesichert ist.
Jocelyn (1 Jahr 2 Monate) kam als Baby mit 2 Wochen ins Kinderheim. Sie wurde als 4. Kind
einer Strassenfamilie geboren. Kurz vor der Geburt verließ der Vater die Familie.
Die Mutter hat keine Möglichkeit, für ihr Kind zu sorgen und beschloss, es zur Adoption
freizugeben. Die drei Geschwister von Jocelyn sind noch auf der Strasse.
Vom 13. Dezember 2005 bis 2. Januar 2006 habe ich im Kinderheim mitgelebt und bin
beeindruckt von der Liebe der Hauseltern zu den Kindern. Die Kinder sind dort wirklich
zuhause.

1994 während meines Aufenthaltes auf den Philippinen erkannten wir die
Notwendigkeit, den
Leuten im Dorf zu helfen. Viele Kinder konnten nicht in eine Vorschule gehen, da es den
Eltern nicht möglich war, die Kinder zu schicken. Als die Kinder dann in die erste Klasse
kamen, hatten sie große Startschwierigkeiten, da auf den Philippinen die Kinder in der
ersten Klasse schon Lesen und Schreiben können müssen. So starteten wir in einer kleinen
Holzhütte mit ca. 25 Kindern eine Vorschule.
2 Jahre später übergaben wir die Vorschule an das phil. Missionswerk CGM. Vom Dorf wurde
die Schule auf das Missionsgelände verlegt.

Seit 1996 wurde das Angebot ständig erweitert.
Zuerst kam ein Kindergarten hinzu, dann die Grundschule bis zur ersten, dann bis zur
6. Klasse und nun auch die Highschool (vergleichbar mit unserer Haupt- und Realschule).
Unsere ersten Schüler werden 2007 die Schule abschließen. Heute sind über 300 Kinder an
der Schule. Durch die vielen Wohngebiete, die in der Nachbarschaft entstanden sind,
kommen viele Kinder aus der Mittelklasse, die auch das Schulgeld finanzieren können.
Die Kinder aus der ärmeren Schicht bekommen Vergünstigungen und die Kinder vom Kinderheim,
das ja auf dem gleichen Gelände ist, dürfen gratis zur Schule gehen.
Ziel der Schule ist, den Kindern eine gute Ausbildung zu geben, aber auch ein festes
Fundament fürs Leben. Schulgottesdienste und Gebet gehören zum Programm.

"1981 auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und einer Antwort bezüglich
des Lebens nach
dem Tod, begann ich in der Bibel zu lesen. Ich erkannte, dass nur Gott echten Frieden und
tiefe Geborgenheit schenken kann. Der Glaube an Gott war für mich nicht länger nur
Tradition, sondern wurde lebendig. Besonders gut gefiel mir in der Bibel die Geschichte
vom guten Hirten Jesus Christus, der uns führen und leiten will und jedem, der sich ihm
anvertraut überfließendes und erfülltes Leben schenkt. Von 1984 – 1987 absolvierte ich eine
theologische Ausbildung in Kirchberg/Jagst. Im Zuge der Missionsreise im 2.
Ausbildungsjahr 1985, vor 20 Jahren, lernte ich die Arbeit von dem christlichen
Missionswerk CGM kennen. Nach der Ausbildung arbeitete ich 2 Jahre in einer
medizinischen Firma in Horb. 1990 reiste ich dann auf die Philippinen, wo ich nach dem
Erlernen der Landessprache Tagalog dann bei CGM mitarbeitete. Seit 1995 bin ich wieder
in Horb und arbeite neben meinem Beruf in der Freien Evangelischen Gemeinde in Horb mit.
Alle 1,5 Jahre verbringe ich meinen Urlaub auf den Philippinen und freue mich darüber,
wie die kleine Schule, die wir damals angefangen haben, wächst."